dr. christina eisenecker



Diplom-psy­cho­lo­gin
psy­cho­lo­gi­sche psy­cho­the­ra­peu­tin
Supervisorin/Coach


pro­fil

  • Ausbildungen in Verhaltenstherapie mit Approbation als Psychologische Psychotherapeutin sowie in Trauma- & Hypnotherapie
  • Abgeschlosse Weiterbildung Psychoonkologie (WPO) der Deutschen Krebsgesellschaft
  • Langjährige Erfahrungen als Psychotherapeutin und Leitungstätigkeit in der Beratung von Studierenden am UK Essen und der Spezialambulanz für Psychoonkologie am UKE Hamburg
  • Tätigkeit in eige­ner Praxis
  • Lehr- & Vortragstätigkeit u.a. am UKE und im Rahmen der Weiterbildung Psychosoziale Onkologie
  • Beraterin für Ethik im Gesundheitswesen (AEM)

     

Mein Angebot

  • Psychotherapie mit den Schwerpunkten auf Psychoonkologie, Trauerverarbeitung, Traumatherapie
  • Teamsupervision
  • Einzel- & Gruppensupervision
  • Organisationsentwicklung

     

Informationen

Was ist Psychotherapie ?
In der Psychotherapie wer­den see­li­sche Erkrankungen mit­hil­fe von wis­sen­schaft­lich aner­kann­ten Verfahren, Methoden und Techniken behan­delt. Sie bie­tet Unterstützung bei Störungen des Denkens, Fühlens, Erlebens und Handelns. Ihr Ziel ist es, gemein­sam fest­ge­leg­te Anliegen zu errei­chen, die psy­chi­sche Erkrankung zu hei­len und die see­li­schen Beeinträchtigungen, die zu sub­jek­tiv emp­fun­de­nem Leid füh­ren, zu lin­dern.
 

Wann soll­te ich mich um eine Psychotherapie bemü­hen ?
Wir alle durch­le­ben im Laufe des Lebens Konflikte und kri­sen­haf­te Zeiten. Diese wer­den in der Regel allein oder mit Unterstützung von Familie oder Freunden bewäl­tigt. Manchmal kann es jedoch zu einer Häufung von Stressoren und Problemen kom­men, es fehlt Hilfe von Außen, man schämt sich, über die Konflikte mit nahe­ste­hen­den Menschen zu spre­chen oder möch­te die­se nicht unnö­tig belas­ten. 

Dann kann es zu dem Empfinden kom­men, dass das Leben stark beein­träch­tigt ist und man zusätz­li­che Unterstützung braucht, um aus dem Tief wie­der her­aus zu kom­men. Dies gilt auch für kri­ti­sche Situationen, die durch eine kör­per­li­che Erkrankung, wie bei­spiels­wei­se eine Krebserkrankung, her­vor­ge­ru­fen sind. Sie kön­nen sich dann an eine psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Praxis wen­den und gemein­sam mit dem Therapeuten in einem Erstgespräch klä­ren, ob bei Ihnen eine psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Behandlung indi­ziert ist.


Welche psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Angebote gibt es ?
Es gibt fünf psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Verfahren, die wis­sen­schaft­lich aner­kannt sind :
- Verhaltenstherapie
- Tiefenpsychologisch fun­dier­te Psychotherapie
- Analytische Psychotherapie 
- Neuropsychologische Therapie sowie
- Systemische Therapie

Die Kosten für die ers­ten vier Verfahren wer­den von den gesetz­li­chen Krankenkassen über­nom­men. Die der sys­te­mi­schen Therapie (noch) nicht. Welche Therapieform für Sie die Richtige ist, hängt von Ihren indi­vi­du­el­len Erwartungen sowie der psy­chi­schen Problematik ab. 

Die Psychotherapieverfahren in Kürze :
1. Verhaltenstherapie 

Die Verhaltenstherapie nimmt an, dass unse­re Psyche und unser Verhalten durch (Lern-) Erfahrungen geprägt sind, die wir im Leben machen. Psychische Erkrankungen kön­nen je nach gene­ti­scher Empfindlichkeit des Einzelnen durch belas­ten­de Erfahrungen oder Ereignisse aus­ge­löst wer­den. Diese kön­nen Stress aus­lö­sen, also kör­per­li­che und psy­chi­sche Reaktionen auf die Belastungen. Sind die Belastungen zu groß oder dau­ern sie zu lan­ge an, kön­nen dar­aus psy­chi­sche Erkrankungen ent­ste­hen.
Weiterhin ist es bedeut­sam, wie Sie Ihre Beziehungen gestal­ten und mit Konflikten umge­hen. Es kann bei­spiels­wei­se dar­um gehen, war­um es Ihnen schwer fällt, sich mehr mit ande­ren Menschen zu tref­fen, wel­che schlech­ten Erfahrungen Sie dabei gemacht haben, aber auch, wie die­se Erfahrungen Ihre Erwartungen in allen wei­te­ren Situationen prä­gen. Der Psychotherapeut betrach­tet mit Ihnen Ihre Denkmuster und über­legt mit Ihnen gemein­sam, wie Sie die­se ändern kön­nen. 

2. Analytische Psychotherapie
Die Analytische Psychotherapie geht auf die Psychoanalyse Sigmund Freuds zurück. Nach der Analytischen Psychotherapie wer­den psy­chi­sche Erkrankungen durch inne­re Konflikte ver­ur­sacht, die Menschen in ihrem Leben und ihren Beziehungen – ins­be­son­de­re in den ers­ten Lebensjahren – erlebt haben. Die Psyche des Menschen sorgt dafür, dass schmerz­haf­te Erfahrungen und beson­ders belas­ten­de Erlebnisse von der bewuss­ten Wahrnehmung ver­drängt wer­den. Die so ver­dräng­ten Konflikte beein­flus­sen jedoch wei­ter, wie wir den­ken, füh­len und han­deln und kön­nen zu Konflikten füh­ren.

3. Tiefenpsychologisch fun­dier­te Psychotherapie
Die Tiefenpsychologisch fun­dier­te Psychotherapie grün­det auch auf der Psychoanalyse. Sie nimmt eben­falls an, dass bestimm­te unbe­wuss­te Konflikte, die wir in einer frü­he­ren Lebensphase nicht lösen konn­ten, das spä­te­re Leben beein­flus­sen. Diese ver­dräng­ten Erfahrungen kön­nen spä­ter durch ande­re Ereignisse wie­der akti­viert wer­den, uns stark belas­ten und psy­chi­sches Leiden ver­ur­sa­chen. 

4. Neuropsychologische Therapie
Die Neuropsychologische Therapie ist eine beson­de­re Therapie für psy­chi­sche Störungen, die zum Beispiel durch einen Unfall oder Schlaganfall ent­ste­hen kön­nen. Ursachen sind dabei ins­be­son­de­re Verletzungen oder Erkrankungen des Gehirns. Häufig müs­sen Sie dann mit erheb­li­chen Einschränkungen klar­kom­men, sind bei­spiels­wei­se vom Kopf her nicht mehr so leis­tungs­fä­hig und belast­bar wie frü­her. Mit der Neuropsychologischen Therapie sol­len die psy­chi­schen und kör­per­li­chen Probleme, die durch die Hirnverletzung ent­stan­den sind, gelin­dert wer­den. Die Neuropsychologische Therapie wird von spe­zi­el­len Psychotherapeuten ange­bo­ten. Diese haben dafür eine zusätz­li­che Weiterbildung abge­schlos­sen, die min­des­tens 2 Jahre dau­ert. Auf ihrem Praxisschild oder auf ihrer Webseite steht in der Regel die Bezeichnung „Klinische Neuropsychologie“. 


Wie wich­tig ist es, ob ich den Therapeuten/die Therapeutin auch mag ?
Sehr wich­tig. Unterschiedlichste Studien zei­gen, dass der Wirkfaktor Nummer 1 die the­ra­peu­ti­sche Beziehung ist. Stimmt die Chemie nicht, ist es bes­ser, sich einen ande­ren Therapeuten zu suchen. Ein ver­trau­tes Miteinander ist die Basis für Ihren Therapieerfolg. Daher zah­len die Krankenkassen zwei bis vier Probetermine, in denen es ums Kennenlernen, Diagnostik und die Erarbeitung von Therapiezielen geht. Denn ein Psychotherapeut ver­schreibt kei­ne Medikamente, die Sie wie­der „gesund“ machen, son­dern es liegt in Ihrer per­sön­li­chen Verantwortung, aktiv im Therapiegeschehen an sich selbst und Ihrer Genesung zu arbei­ten. Solche Termine sind auch bei ver­schie­de­nen Therapeuten mög­lich.


Wie kom­me ich an einen Psychotherapieplatz ?
1. Die Psychotherapeutische Sprechstunde

Für einen ers­ten Termin rufen Sie einen Psychotherapeuten Ihrer Wahl (Adressen fin­den Sie bsp. über die Seiten der Landespsychotherapeutenkammern oder bei Ihrer Krankenkasse) an und ver­ein­ba­ren einen Gesprächstermin. Alternativ kön­nen Sie sich als gesetz­lich Versicherter an die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung wen­den, die Ihnen inner­halb einer Woche einen Therapeuten vor­schlägt. Dies ist kei­ne Therapiezusage, son­dern ledig­lich ein Erstgespräch !

2. Akutbehandlung – die schnel­le Hilfe
Sind Sie in einer aku­ten Krise oder einem Ausnahmezustand, kön­nen Psychotherapeuten Ihnen auch kurz­fris­tig hel­fen und Ihnen im Anschluss an die Sprechstunde schnell wei­te­re Termine anbie­ten. Die Akutbehandlung besteht aus bis zu 24 Gesprächseinheiten à 25 Minuten und kön­nen auch zu 12 Stunden à 50 Minuten zusam­men­ge­legt wer­den. Eine Akutbehandlung ist antrags­frei.

3. Probesitzungen
Bevor Sie eine Richtlinienpsychotherapie begin­nen, führt der Psychotherapeut mit Ihnen Probesitzungen durch. Dabei han­delt es sich um Gespräche, in denen ins­be­son­de­re geklärt wird, ob Patient und Psychotherapeut zuein­an­der pas­sen und eine ver­trau­ens­vol­le Therapiebeziehung auf­bau­en kön­nen. Der Psychotherapeut nutzt die pro­ba­to­ri­schen Sitzungen, um einen Behandlungsplan zu ent­wi­ckeln, erläu­tert Ihnen, wel­ches psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Verfahren er für geeig­net hält und was genau in der Therapie erfol­gen soll. Sind Sie mit die­sem Behandlungsplan ein­ver­stan­den, kann eine Kurz- oder Langzeittherapie bean­tragt wer­den. 

4. Ambulante Psychotherapie
Nach der Bewilligung sei­tens der Krankenkasse kann das von Ihnen gewähl­te Therapieverfahren star­ten ! Eine Kurzzeittherapie im Rahmen der Verhaltenstherapie dau­ert 12 Stunden und kann um wei­te­re 12 Stunden ver­län­gert wer­den. Sollten sich die Beschwerden in die­sem Behandlungszeitraum nicht aus­rei­chend ver­bes­sert haben, kann der Therapeut einen Umwandlungsantrag stel­len und die Kurzzeit- in eine Langzeittherapie umwan­deln. Eine Langzeittherapie umfasst 60 Stunden und kann ggf. um wei­te­re 20 Stunden ver­län­gert wer­den.


Im Notfall…
Wenn Sie sich in einer Situation befin­den, die Sie nicht mehr ertra­gen kön­nen, Sie zum Beispiel Ihren Lebensmut völ­lig ver­lo­ren haben oder von über­mäch­ti­gen Ängsten geplagt wer­den, wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle über sich völ­lig zu ver­lie­ren oder wenn Sie nicht mehr wis­sen, was wirk­lich ist und was nicht, dann soll­ten Sie sich auf jeden Fall Hilfe suchen. 
Sprechen Sie mit jeman­dem dar­über, dass Sie nicht mehr wei­ter­wis­sen. Wenden Sie sich an jeman­den, den Sie gut ken­nen. Wenn ein ver­trau­ter Mensch nicht sofort erreich­bar ist, kön­nen Sie sich auch an jeman­den wen­den, der sich gut mit see­li­schen Krisen aus­kennt und ver­steht, was mit Ihnen los ist. Wenden Sie sich an einen Arzt oder Psychotherapeuten. Wenn kurz­fris­tig kei­ner erreich­bar ist, kön­nen Sie sich an den ärzt­li­chen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung wen­den : 116 117.
Hilfs- bzw . Beratungsangebote für aku­te Krisensituationen bie­tet die Telefonseelsorge, die für eine anony­me, kos­ten­lo­se Beratung zu jeder Tages- und Nachtzeit unter den bun­des­wei­ten Telefonnummern 0800 1110111 oder 0800 1110222 erreich­bar ist. Alternativ kön­nen Sie das nächs­te psych­ia­tri­sche oder Allgemeinkrankenhaus mit ent­spre­chen­den Abteilungen auf­su­chen.

In aku­ten psy­chi­schen Notfällen, ins­be­son­de­re wenn eine unmit­tel­ba­re Gefahr für Sie selbst oder ande­re besteht, soll­ten Sie nicht zögern, sofort den Rettungsdienst (112) oder die Polizei (110) zu ver­stän­di­gen.

Quellen : vgl. Wege zur Psychotherapie, BPtK (2019); DPtV.de ; PTK-Hamburg.de


Kontakt

Dr. Christina Eisenecker (geb. Rosenberger)
eisenecker@klarwerk.de
0171 / 33 80 135
Hamburg